DefCon

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Wargames lässt grüßen: Überleben im nuklearen Weltkrieg

DefCon holt den kalten Krieg zurück auf den Computerbildschirm. Im Stil des US-amerikanischen Spielfilms Wargames – Kriegsspiele kommandiert man Raketensilos, Flugplätze und Kriegsschiffe über die Weltkarten. Das Ziel des Strategiespiels: den oder die Gegner ausschalten. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • forderndes Strategiespiel
  • zahlreiche Waffensysteme
  • Realitätsnähe trotz abstrakter Grafik

Nachteile

  • eingeschränkte Testversion

Herausragend
8

DefCon holt den kalten Krieg zurück auf den Computerbildschirm. Im Stil des US-amerikanischen Spielfilms Wargames – Kriegsspiele kommandiert man Raketensilos, Flugplätze und Kriegsschiffe über die Weltkarten. Das Ziel des Strategiespiels: den oder die Gegner ausschalten.

In Anlehnung an besagten Film aus dem Jahr 1983 gilt es in DefCon, den dritten Weltkrieg auszufechten. In der Rolle der einzelnen Kontinente treten bis zu sechs Spieler (echte oder computergesteuerte) gegeneinander an.

Zunächst verteilt man in DefCon die militärischen Ressourcen auf dem eigenen Gebiet, also Raketensilos, Flughäfen, Radarstationen und Schiffsflotten. So vorbereitet, geht es an die ersten Kampfhandlungen. Dabei kommen zunächst die Flotten und Flugverbände zum Einsatz. Ist die Eskalationsstufe von anfänglich Defcon 5 auf Defcon 1 gestiegen, kommen als Mittel der Wahl nur noch Atomschläge in Frage. Das Spiel gewinnt, wer zum Schluss die höchste Punktzahl erreicht hat. In DefCon werden dazu die getöteten Feinde mit eigenen Verlusten verrechnet.

Da man in DefCon immer wieder neue Allianzen schließen und auch wieder brechen kann, reichen die Spielvarianten ähnlich wie bei dem bekannten Brettspielklassiker Risiko ins schier Unendliche. Das führt mitunter zu stundenlangen und Nerven aufreibenden Partien.

Fazit Der Untertitel von DefCon – Everybody dies – lässt es bereits vermuten: Egal wie geschickt man vorgeht, am Ende kann niemand auf einem durch Atombombenangriffe verseuchten Planeten überleben. Anders als man vielleicht vermuten könnte, bringt die abstrakt gestaltete Spielumgebung dem Spieler die Realität des Szenarios überraschend nah und regt so zum Nachdenken der moralischen und ethischen Aspekte des eigenen Handelns an. Kurzum: Mit DefCon holt man sich nicht ein Kriegs-, sondern vielmehr ein geschickt verpacktes Antikriegsspiel auf den Rechner.